"mixmaster-smtp" ist ein kleines Perl-Script für Unix/Linux, welches einen SMTP-Server bereitstellt, der von beliebigen E-Mail Clients versendete Mails an Mixmaster zur anonymen Versendung weiterleitet. Es entfernt verräterische Informationen aus dem Header der E-Mail, die Rückschlüsse auf den Absender zulassen. Außerdem übernimmt es das Update der Remailer Listen bei Notwendigkeit.
  1. Die Sourcen stehen unter mixmaster-smtp-0.9.3.tar.gz zum Download bereit. Nach dem Entpacken des Archives könnte man das Script und die Manualpage mit "./Install" nach /usr/local/bin bzw. /usr/local/man/man1 kopieren. Dieser Schritt ist aber nicht zwingend nötig. Das Script im Unterverzeichnis "bin/" startet aus beliebigen Verzeichnissen.
  2. Zuerst ist das Programm mixmaster zu installieren und zu konfigurieren. Wir bieten eine Anleitung als Hilfe.
  3. Außerdem benötigt das mixmaster-smtp einige Perl Module für die Arbeit. Diese können via CPAN installiert werden: # perl -MCPAN -e shell Nachdem die Fragen zur Initialiserung des CPAN-Moduls beantwortet wurden, sind am CPAN-Prompt folgende Kommandos einzugeben: cpan> install Net::Server::Daemonize
    cpan> install Net::Server::Mail::ESMTP
    cpan> exit
  4. Debian GNU/Linux und Ubuntu bieten für diese Module vorbereitete Pakete, welche wie üblich auf die Platte gespült werden können: # aptitude install mixmaster
    # aptitude install libnet-server-perl
    # aptitude install libnet-server-mail-perl
  5. Im Anschluss sollte das Script "mixmaster-smtp" problemlos starten. Die nötig Konfiguration wird in der Regel korrekt erkannt. Für eine Testmail kann der Daemon auf der Komandozeile etwas geschwätzig gestartet werden: > mixmaster-smtp --verbose Der Daemon erwartet auf "localhost" Port 8025 auf eingehende E-Mails und sendet diese an das Mixmaster Remailer Netzwerk weiter.
  6. Das Archiv enthält im Verzeichnis "init.d" drei Startscripte (für Debian/Ubuntu, Gentoo und SuSE), um den Daemon beim Booten automatisch zu starten. Diese werden wie folgt installiert:

    Debian GNU/Linux und Ubuntu:cp init.d/mixmaster-smtp.debian /etc/init.d/mixmaster-smtp
    update-rc.d mixmaster-smtp defaults
    SuSE Linux:cp init.d/mixmaster-smtp.suse /etc/init.d/mixmaster-smtp
    insserv mixmaster-smtp
    Im Init-Script kann die UID und GID angepasst werden, mit welcher der Daemon laufen soll. Der Default-Wert ist root, was nur als suboptimal bezeichnet werden kann.
  7. mixmaster-smtp nutzt die Konfigurationsdatei $HOME/.Mix/smtp.conf oder global für alle User in der Datei "/etc/mixmaster/smtp.conf". Ein Beispiel ist im Verzeichnis "conf" des Quellpaketes enthalten.

    Wer eine ältere Version von mixmaster vor 3.0rc1 nutzt, muss das Update der Remailer Statistiken in der Konfiguration deaktivieren und sich selbst drum kümmern:
        REMAILER_UPDATE    no   
    Debian GNU/Linux und Ubuntu bieten im Paket "mixmaster" ein eigenes Update-Script für die Remailer Stat Files. Wer dieses DEB-Paket nutzt, kann Mixmaster-SMTP wie folgt konfigurieren:
        REMAILER_UPDATE    debian   
    Wer die Software für den Onion Router (TOR) installiert hat, kann dieses Netzwerk für ein anonymes Update der Remailer Statiskiken und die Verbindung zum SMTPRELAY nutzen, um keine Spuren in den Logs des Providers zu hinterlassen:
        TORIFY_MIXMASTER    yes   
        TORIFY_UPDATES    yes   
  8. Vor der aktiven Nutzung des Daemons sollte überprüft werden, ob das Programm mixmaster korrekt arbeitet. Es ist auf der Konsole zur UID des Nutzers zu wechseln, unter welcher der Daemon später laufen soll und das Programm mixmaster zu starten. Nach einer Initialisierungsphase sollte ein Dummy Message gesendet und der Spoolbereich geleert werden. Wenn alles klappt, kann es losgehen.
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